Archiv August 2015

Sie brauchen keinen Server!

Wer wird denn gleich? Diese Tage kommt es mir so vor, als ob ganz dringend Server verkauft werden müssen. Egal für wen, egal für was, ein Server muss her. Dieser Meinung sind wir nicht!

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Bestärkt dadurch, dass derzeit gerade zwei ausgebaute Server auf unserer Ladefläche liegen. Wir haben die Geräte aus dem Netzwerk von zwei eher kleinen Unternehmen entfernt und somit die gesamte Betreuung bei gleicher (derzeit genutzter) Funktionalität wesentlich effizienter gestaltet. Die schlecht konfigurierten Geräte haben nicht nur regelmäßig Probleme bereitet und somit erhöhte Wartung (=Kosten) erfordert, sie waren auch mehr oder weniger schädlich in die Infrastruktur gehängt, wodurch die Nerven der wenigen User schon ziemlich blank lagen.

Bitte verstehen Sie uns nicht falsch – selbstverständlich bauen wir Serveranlagen auch auf! Wenn ein Exchange notwendig wird, ein sicherer Zugriff aus dem Netz (LDAP, Lizensierung, etc.) es erfordern, bzw. die Betriebsgröße einfach dafür spricht eine zentrale Verwaltung zur Zeitersparnis einzuführen, dann greifen wir auf passende Geräte und Betriebssysteme zurück. Allerdings macht es bei einem 3-Personen-Betrieb nicht wirklich Sinn! Auch wenn die Zeichen auf Wachstum stehen, kann diese Investition vielleicht sogar eben dieses gefährden.

Also, wenn Sie jetzt darüber nachdenken, ob Sie mit Kanonen auf Spatzen schießen, bzw. vielleicht Verwendung für ein/zwei gute gebrauchte Server hätten – bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren! Bei ersterem Gedanken beraten wir Sie gerne, bei zweiterem freuen sich unsere Kunden ihre Fehlinvestition vielleicht noch ein wenig mindern zu können!

Vielen Dank!


Nachbericht zum Unternehmensgründungsprogramm

Anlässlich des aktuellen Artikels im Weekend möchten wir hier gerne eine Rezension verfassen – das tun wir so gerne, wie uns auffiel über das Unternehmensgründungsprogramm (UGP) bisher noch nicht.

Weekend-Zeitungsartikel

Vorgeschichte:

2012 musste ich auf Grund akuter Probleme mit unserem Firmeninvestor im Lakesidepark meine Forschungstätigkeit dort abbrechen. Es hatten sich für mich persönlich untragbare Zustände zusammengebraut, für die ich die Verantwortung nicht mehr übernehmen konnte/wollte. Ich entschied mich also auf eigene Faust mein langjähriges FFG-gefördertes Projekt „AVAnguide“, automatisiertes Validieren von Anforderungen wenigstens theoretisch zu Ende zu betreiben. Wobei das natürlich nur ein kurzfristiger Plan sein konnte – wenigstens war er sehr erfolgreich!

Bereits parallel und vor allem im Anschluss daran arbeitete ich mit Andreas Stingl „Andy“ schon an der Umsetzung des Konzepts für einen leistbaren Onlineauftritt inklusive Homepage für Kärntens Kleinunternehmen und Gründer. Ebenfalls brauten sich Anfragen nach Forschungsförderberatung & Social Media-Betreuung zusammen!

Am 29. April 2013 wurde also AHK Softwaregutachten.at als e.U. ins Leben gerufen und seit dem bauen wir mittlerweile zu dritt das obige Angebot immer weiter aus, arbeiten viel und haben ein Ziel erreicht: „Wir wollten mit dem Vorhaben nicht reich werden, wir wollten uns einfach einen Arbeitsplatz gestalten.“

Die Rolle des UGPs:

Zusammen haben wir fast zwei Jahrzehnte an universitärer Laufbahn und Forschungstätigkeiten auf dem Buckel. Auch wenn wir bei Firmen wie der ASFINAG, Infineon, Microsoft oder der UPC Arbeitserfahrung sammeln durften, so doch eher selten mit dem Endverbraucher! Betriebsführung, Steuern, Recht und Buchhaltung waren uns ebenfalls theoretisch ein Begriff – allerdings beschäftigte meine letzte Firme zum Beispiel 12 Buchhälterinnen… die Praxis sieht nach heutiger Erfahrung dann doch recht anders aus!

Im Rahmen des Unternehmensgründungsprogramms werden Einzelcoachings und Seminare angeboten, die künftige Unternehmerinnen und Unternehmer genau auf diese Praxis vorbereitet. Auch nach der Gründung steht es den Startern frei dort Coaches in Anspruch zu nehmen – in unserem Fall MMag. Christian Friedl und UGP-Gründervater Reinhard Huber. Das machte ich dann auch und bemühte mich die ersten wesentliche Entscheidungen, wie Investitionen, oder der Beschäftigung einer Buchhälterin nach interner Evaluierung nochmal abzusichern.

Ein wesentlicher Aspekt war und ist mit Sicherheit auch der sogenannten „Netzwerkabend“ des UGPs. Alle paar Monate treffen sich aktuelle Gründer und solche die in unterschiedlichsten Phasen des Vorhabens verhaftet sind. Es geht vielleicht weniger um den Aufbau von ersten Kunden, als vielmehr um den Austausch von immer wiederkehrenden Hürden und Problemchen beim Firmenstart. Hier kann man sich gut gegenseitig unterstützen und vielleicht gemeinsam die etwas bessere Strategie entwickeln. Das hilft ungemein beim Verstehen des „Selbstständigseins“.

Jedenfalls ist das UGP eine sehr gelungene Massnahme, die unglaubliche Quantität von 2015 immerhin 470 Gründerinnen und Gründer in Kärnten tut der hohen Qualität der Einzelberatung keinen Abbruch. Vielen Dank Christian & Reinhard, ich hoffe ihr lest das hier gern – sehr ehrlich gemeint!


Abbau ist Aufbau – aus dem langweiligen Alltag

Sorry für den verwirrenden Titel – wir waren auch verwirrt, als wir die Zustände einer Villacher Baufirma untersucht haben…

Das „WARUM“ erschließt sich uns nicht immer – und diesmal schon gar nicht. Irgendwo steht ein Modem in einem Kasterl, das sich über einen Hub in zwei Büroräume verteilt. Im ersten Büroraum – dem Sekretariat – waren die Rechner eher merkwürdig über ein Webbook – auf dem ein Pickerl „Firewall“ prankte verbunden. Betriebssystem des verstaubten Teils: WindowsXP. So weit so gut, wir schauen um die Ecke, hinter dem nächsten Rechner hängt wieder ein Hub, eine weitere Fritzbox und ein WLAN-Router, dazu noch allerhand Kleinzeugs, fein säuberlich an die Rückseite des Schreibtisches geschraubt. Ungefähr so sah es hinter jedem Rechner aus. Wir entdeckten einen Plotter, der schon ewig nicht mehr funktionierte. Auf den zweiten Blick erkannten wir dessen defekte Anbindung über WLAN und irgendeinen Proxyserver – Kabel und direkte Anbindung werden einfach überschätzt.

Alte Drucker, Elektroschrott

„Ob denn die anderen Drucker grundsätzlich funktionieren würden“, war die naive Frage… natürlich nur mit Glück. Damit nicht genug: Im zweiten Büro (8 Arbeitsplätze mit Netzwerkdrucker) standen unter einem Dachschrägenfenster ein BigTower, daneben eine USV am Boden. Auf der USV thronte ein üppiger NAS. Um die Ecke lag ein Router ebenfalls am Boden unter einem Schreibtisch, der verbindet wohl diese ganzen Geräte. Im Winter ist es sicher praktisch, wenn man seine Füße an irgendwelcher Hardware wärmen kann, aber schön ist das nicht. „Ob denn der Server funktioniere“, und „Was ist denn auf dem Speicher“, waren unsere nächsten Fragen… die hätten wir uns sparen können.

Rund 15 MitarbeiterInnen wurden durch eine fleißige Firma betreut und mit allerhand Hardware versorgt. Seiteneffekte bekämpfen und Ersetzen, bzw. ein in die Jahre gekommenes Netzwerk nach einem neuen Plan aufzusetzen waren wohl nicht so trendy.

Im laufenden Betrieb konnten wir hier nicht helfen – die Lizenzierung funktionierte hinten und vorne (wortwörtlich) nicht mehr, es gab bereits Probleme mit dem Exchange-Server, etliche Zertifikate waren installiert – ohne Doku, ohne Plan.

Nach einem Tag, an dem das Büro geschlossen hatte sieht das nun anders aus: Eine neue Fritzbox verbindet einen Switch mit dem Internet – der wiederrum die Rechner und Drucker, der Plotter ist ebenfalls mittels dem LAN angebunden. Der Netzwerkspeicher hängt zentral, Exchange ist outgesourced, der pfeifende Server sowie zwei volle Schachteln überflüssiger Hardware entsorgt.

Mittels VPN, remote und Teamviewer greifen wir von außen zu, ebenso können MitarbeiterInnen gesichert von auswärts auf Ihre Daten zugreifen. Der Wartungsaufwand ist enorm gesunken, das Arbeiten funktioniert wieder nahezu ruckelfrei. Heute waren wir wieder vor Ort und uns fielen gleich die großen Baupläne auf, die neben dem Plotter hingen. So soll es sein, wieder ein Fall von gelöst durch das klug eingesetzte A1 Business Network – in Kürze auch mit statischer IP.

Netzwerkkabel

Warum kompliziert, wenn es einfach auch geht? Wir danken dem Kunden für sein Vertrauen, noch sind wir nicht ganz fertig – die neue Konfiguration bietet noch wesentlich mehr, als wir bisher nutzen (lassen). Ihr werdet noch eine Freude haben!