Fakenews und Socialbots – nicht mit uns, wir forschen wieder!

Wir sind natürlich ständig für unsere Kunden in Social Media, also in gesellschaftlichen online-Netzwerken unterwegs. Auch sie bleiben von den Auswirkungen der unfairen Zuhilfenahme von Socialbots und Fakenews nicht verschont.

Der Kampf mit fairen Mitteln gegen diese Flut an Angriffen (vgl. Berichterstattung über den US-Wahlkampf und Donald Trump-Sieg) ist natürlich kaum zu gewinnen, auch wir müssen Automatisation zur Bekämpfung in Anspruch nehmen. Nur gibt es das in der Form wie wir es brauchen für den deutschsprachigen Raum (noch) nicht! Wir behelfen uns mittlerweile mit einigen selbst gebauten Routinen, die uns Aufschluss über Ursprung und Verbreitungsrate liefern. Zusätzlich experimentieren wir an unserem Konzept der „Near-Time“-Search mittels Headless-Browser und erzielen ganz passable Ergebnisse.

Dr. Horst Kandutsch vor dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Wir möchten diese vereinzelten Versuche nun allgemeingültig erforschen, umsetzen und in einen lauffähigen Prototyp verwandeln – dazu braucht es aber natürlich (Wo-)Manpower, Ressourcen und viele viele Stunden des einsamen Forschens, Trial`n Error, Spass am Versagen und den letztendlichen Erfolg!

An dieser Stelle sei all jenen Dank gesagt, die unsere Idee bereits unterstützen und uns ihre individuellen Anforderungen an so ein Fakenews- und Socialbot-Bekämpfungssystem geliefert haben. Es zeigt wie dringend hier ein Aufholbedarf „der Guten“ im Netz besteht und wir bemühen uns natürlich dem nachzukommen – sofern das Alltagsgeschäft das natürlich zulässt!

Unser Projekt heißt „xDimm – Cross Platform Social Media Monitor“ und wir freuen uns über Interessensbekundungen seitens möglichen (inkl. w-Form:) Forschern, Entwicklern, Stakeholdern, Anforderungslieferanten. Bitte einfach an xdimm@softwaregutachten.at 

Vielen Dank!


In Social Media gehts unrund!

Aus gegebenem Anlass (Hetze im Internet) möchten wir euch hier eine Beobachtung erzählen. Ja, es geht um den lieben Sprachgebrauch in Social Media – und der hat sich nicht gerade vorteilhaft entwickelt!

Einleitend dürfen wir uns an die Worte von Dieter Nuhr, veröffentlicht auf www.welt.de anschliessen:

Dieter Nuhr: „Wir müssen eine Kultur der Aufklärung im Internet schaffen“

 (…)“Die Primitivität und Aggressivität, mit der Andersmeinende im Internet verfolgt werden, scheint mir denselben psychologischen Mechanismen zu folgen, die früher zu Lynchjustiz und Pogromen führten.“ Mit diesen Worten warnt der Kabarettist und Autor Dieter Nuhr in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vor einem „zivilisatorischen Rückschritt“ im Internet. „Wir leben im digitalen Mittelalter“, lautet der Titel des Artikels. (…)

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Digitaler Vernichtungskampf

Den Streit vor einigen Monaten über das Thema Islam und Islamismus nimmt Nuhr zum Anlass, die Diskussionskultur im Netz zu kritisieren. „Der Vorwurf der Islamophobie war ein gutes Beispiel dafür, wie im Internet taktisch vorgegangen wird. Der Shitstorm ist der Versuch, eine sachliche Auseinandersetzung zu vermeiden, um stattdessen durch Überwältigung und Etikettierung des Andersmeinenden den Sieg im digitalen Vernichtungskampf davonzutragen.“

Der Ausbruch eines Shitstorms „wiederhole sich im Internet in immer schnellerer Frequenz“, glaubt Nuhr. Soziale Netzwerke vergleicht er mit mittelalterlichen Marktplätzen, Facebook und Twitter seien die Orte, „an denen die Scheiterhaufen lodern“. Nuhr beklagt, dass im Internet die „Haftbarkeit des Einzelnen“ fehle. „Die anonymen Massenaufläufe im Internet entheben den Einzelnen aus der bürgerlichen Verantwortlichkeit.“

Nuhr sieht es als Aufgabe der kommenden Jahrzehnte, „unter den Akteuren im Internet eine Kultur der Aufklärung zu schaffen, um die digitale Welt in ein bürgerliches Zeitalter zu überführen.“ Auf seiner Facebook-Seite ist der Beitrag bisher noch nicht zu lesen. [Ende]

Wir genießen in der Regel die Webarbeit für unsere geschätzten Kunden, aber auch als Privatuser ist es uns ein Anliegen auf obiges hier darauf aufmerksam zu machen. Wir wollen dabei auch keine politische Partei ergreifen, oder eine solche explizit als negatives Beispiel anführen, derzeit passiert an allen virtuellen Orten erschreckendes, eine negative Tendenz ist nicht zu leugnen.

Gerade heute sucht wieder ein Geschädigter mittels 2.000 EUR Belohnung nach dem Dieb seines Motorrades, eine entsetzte Tierschützerin wünscht sich als Strafe für einen Quäler „er möge mit der Zahnbürste Latrinen putzen müssen, oder im Steinbruch zur Arbeit gezwungen werden“…

BöseTierschützer

Es ist erschreckend – sowohl die schrecklichen Auslöser, als auch die Reaktionen, zu denen sich nur leider allzu viele hinreißen lassen. Das Internet vergisst nicht, im Speziellen wird Facebook niemals einen jemals eingegebenen Datensatz eines Benutzers löschen. Auch ist das Internet kein rechtsfreier Raum – und zu guter Letzt: Was man hier in Verbindung mit Ihrem Namen liest, bleibt Ihnen ewig anhaften – und nicht gerade zum Vorteil, egal ob man auf Ihrer Seite ist oder nicht, bzw. die emotionale Reaktion vielleicht sogar verstehen kann (vgl. Bild oben).

Bitte einmal durchschnaufen, bevor Sie in die Tasten hauen!